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Hofer und Plauener Serviceclubs erinnern gemeinsam an die Wende

Plauen und Hof hatten im Wendeherbst 1989 eine deutschlandweit einmalige Bedeutung. Dies haben die beiden Clubs Hof/Saale und Plauen/Vogtland von Soroptimist International, einer weltweiten Frauenorganisation, zum Anlass genommen, für das erste Oktoberwochenende 2019 gemeinsam eine Veranstaltungsreihe zum Thema „30 Jahre friedliche Revolution“ zu organisieren. Vom 4.-6. Oktober finden dabei Ausstellungen, Vorträge, Führungen und Zeitzeugengespräche in beiden Städten statt. 100 Frauen aus ganz Deutschland, Ungarn und Finnland kommen dafür in die Region, um sich gemeinsam mit den Soroptimistinnen vor Ort an die Ereignisse zu erinnern. Gefördert wird die Veranstaltungsreihe von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur.

Ein Teil der Veranstaltungen ist auch öffentlich zugänglich. So finden am 5. Oktober zwischen 14 und 17 Uhr in der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Hof Gesprächsrunden mit Zeitzeugen statt. Dabei steht das Thema Freiheit im Mittelpunkt, so wie einst bei der 1. friedlichen Massendemonstration auf deutschem Boden am 7.10.1989 in Plauen und den folgenden in Plauen sowie Leipzig. In mehreren Themengruppen wird diskutiert über „Kunst und Freiheit“, „Wege in die Freiheit“, „Zug in die Freiheit“, „Ankunft in der Freiheit“, „Lebenswege in der Freiheit“ sowie die „Grenzen der Freiheit“. Anmeldungen für diese Themengruppengespräche mit Zeitzeugen werden noch unter SI-grenzoeffnung[at]gmx.de entgegen genommen. Der Eintritt, bei dem Kaffee und Kuchen inklusive sind, kostet 6 Euro.

Einige wenige Plätze für Interessierte sind auch noch am Sonntag für die Plauener Stadtführungen zum Thema  „Auf den Spuren der Friedlichen Revolution“ verfügbar. Treffpunkt dazu ist 11 Uhr an der Touristinformation Plauen.
Ab 14.30 Uhr möchte Historiker Gerd Naumann im Vogtlandkonservatorium „Clara Wieck“ der Frage auf den Grund gehen: „Warum gerade Plauen“. Mit weiteren Zeitzeugen werden er und Gerold Kny an die turbulente Zeit vor 30 Jahren erinnern. Anmeldungen zu diesen beiden Veranstaltungen in Plauen werden noch entgegen genommen.
Außerdem wird am Festwochenende der Plauener und Hofer Soroptimistinnen im Königssaal des Hofer Bahnhofes der Ankunft der Prager Züge im Oktober 1989 mit Flüchtlingen aus der DDR gedacht. In Mödlareuth erfahren die Gäste, wie es einst war, im geteilten Dorf zu leben und sehen, welche menschenverachtenden Grenzanlagen die DDR im Laufe vieler Jahre erbaut hatte. Der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal Plauen unter Leitung von André Zühlke dokumentiert das Veranstaltungswochenende in Zusammenarbeit mit den SI- Frauen. Das Drehbuch ist schon geschrieben.
Unterstützt wurden die Plauener und Hofer Soroptimistinnen für ihr Erinnerungswochenende zudem vom Soroptimist Club Corvinus in Budapest. Junge ungarische Künstler aus der Kunstschule Szolnok beschäftigten sich seit Anfang des Jahres mit dem Thema Mauer. Unter Anleitung eines bekannten ungarischen Regisseurs entstanden etwa 30 Bilder, die kommendes Wochenende versteigert werden sollen. Zudem freuen sich die Soroptimistinnen, ihre umfangreiche Veranstaltungsreihe am Sonntag, 6. Oktober, in der Plauener Johanniskirche beim vom Lions Club Plauen initiierten Konzert beenden zu können. Schon frühzeitig war der Lions Club auf die Frauen des Plauener Soroptimist Clubs zugekommen und hatte eine Zusammenarbeit angestrebt.  
Der Soroptimist Club Plauen/Vogtland besteht seit 1997, der Club Hof seit 2006. Die Soroptimisten aus Plauen Hof, die Teil der weltweiten Organsiation in 160 Ländern und über 75.000 Mitlgiedern sind, unterstützen zahlreiche caritative Einrichtungen, Vereine aus der Region sowie international. Dabei legen die engagierten Frauen besonderen Wert darauf, dass die Spenden Initiativen zugutekommen, die Frauen und Kindern unterstützen.
Seit Jahren unterstützen beide Soroptimist Clubs zudem leidenschaftlich die Deutsch-Deutschen Filmtage in Plauen und Hof, die in diesem Jahr vom 15. bis 19. November stattfinden.
 
Weitere Informationen unter www.soroptimist-club-hof.de, www.plauen.de/wende2019 und www.hof.de.

Diese Veranstaltungen werden gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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